| Das neue Leben des "Hanne" A. |
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Hans Schwab ist Hans Albers: Eine Hommage an den Volksschauspieler bei den Schönen der Nacht . Die Sache mit der Reinkarnation will einem den ganzen
Abend über nicht so ganz aus dem Sinn. Vielleicht hätte so einer wie
Hans Schwab ja durchaus auch Hans Albers heißen können. Hätte. Blonder
Hans, blaue Augen, forsches Auftreten, "Otto-Otto" – Albers’
Nonsens-Schlachtruf – passt alles ganz exakt... Wer steht nun auf der
Bühne? "Hanne"? Große Freiheit Nummer Sowieso...?
Kein Ton ganz sauber und trotzdem so
charakteristisch
In der Person Hans Schwabs, des gebürtigen Berners (sic!), wird einem das in der Spiegelung noch einmal deutlich. Ob Liliom, Mackie Messer, Morris Flynn alias Sherlock Holmes oder Hippodrom-Sänger Hannes Kröger – Schwab lässt das – leider – längst untergegangen geglaubte Ideal des Volksschauspielers aufleben in der Person des Ur-Hamburgers Hans Albers, und das mit ganz überzeugender Expressivität. Dem Nachgeborenen, der Albers nur durch Film- und Tonaufnahmen kennt, bleibt das Staunen ob einer klanglichen Assimilation, die größer kaum sein könnte. Ja, so klang diese Stimme, so diffus, so unrein, so brüchig, so über alle Maßen ehrlich: kein Ton ganz sauber und trotzdem so charakteristisch. Schwab kommt dem Original sehr, sehr nah, vor allem aber: Er kopiert es nicht nur, er erfüllt es mit neuem Leben. Stichwort Reinkarnation... So richtig funktioniert das nur dank seiner Mitstreiter: der suggestiven Erzählerin, Conférencière, Sängerin und Virtuosin auf der singenden Säge Ronka Nickel. Und dem Duo Raufeisen als kleinem, unverwüstlichen Klavier-Akkordeon-Orchester. Dirk Raufeisen gebührt ein besonderes Kompliment für die ebenso stilsicheren wie effektvollen und witzigen Arrangements und seine virtuosen, jazzigen Soli auf beiden Tasteninstrumenten. Auch so ein Wiedergeborener... Kirsten Raufeisen ergänzt ihn nach guter alter Musikersitte unprätentiös und rhythmisch sicher, immer wo am nötigsten. So hat dieser Abend vor allem etwas Melancholisch-Liebenswertes, ein Stück lebendige Nostalgie. Mag Hans Albers gewesen sein – durch Hans Schwab, Ronka Nickel und das Duo Raufeisen erfährt er eine Renaissance, nein mehr: ein neues, zweites Leben. Dass sein Klassiker "Auf der Reeperbahn" erst ganz zum Schluss, als Zugabe, auf dem Programm steht, ist kein Fauxpas, nein: Es unterstreicht das Subtile dieses Programms: Albers war eben nicht nur Hannes Kröger in Helmut Käutners "Großer Freiheit Nr. 7", auch wenn er da besonders gut war – Otto-Otto. (Badische Zeitung, 14.03.2011 von Alexander Dick) |
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„Hoppla, jetzt komm ich“ - Glanzrolle für Hans Schwab
Ortenberger Schauspieler feiert mit seiner Hommage an Hans Albers bejubelte Premiere
| 09.10.2010 - ORTENBERG Ganz in Schwarz, eine weiße Blüte im Knopfloch und mit mondänen Gamaschen schlendern die Musiker der Uferlos-Combo auf die Bühne: Dirk Raufeisen, Kirsten Kunkel-Raufeisen, Willy Wagner, Jochen Engel und Heiner Seikel. Irritierter Ruf von Raufeisen: „Wo ist der Hans?“ - „Was haste denn, du trauriger Pianiste?“ Da kommt er schon aus dem Off, der Star des Abends: Hans Schwab, in die Rolle des Hans Albers geschlüpft, den Zylinder lässig nach hinten geschoben und im Gesicht den unverwechselbaren „Was kostet die Welt?“-Ausdruck, ein „Hoppla, jetzt komm ich“-Auftritt, der die Zuschauer in Sekundenbruchteilen in die Welt des legendären Schauspielers versetzt. Ein Zündfunke, der in Zunder fiel, ein Brückenschlag, der sofort gelingt - schon vor Beginn liegt eine Atmosphäre gespannter Erwartung über dem proppenvollen Ortenberger Bürgerhaus. „Blonder Hans, leb wohl! - Eine Hommage“ hat Premiere und schon der Schlussbeifall, minutenlang stehend gegeben, lässt vermuten, dass der Hans Albers-Part ebenso eine Glanzrolle von Schwab wird wie seine Soloauftritte mit Kafkas „Bericht für eine Akademie“ und mit Dario Fos „Johann vom Po entdeckt Amerika“. Mit dem Unterschied, dass er diesmal ausgezeichnete Mitakteure um sich versammelt hat, neben der Uferlos-Combo die Schauspielerin Ronka Nickel als Sprecherin, die mit Diseusen-Esprit und einem frivolen Hauch die Albers-Vita in anekdotischen Stationen wiedergibt. |
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Nostalgie und Begeisterung mischen sich an diesem Abend: schon beim Schlaglicht auf die erste wirklich große Glanzrolle des immerhin damals Vierzigjährigen in Franz Molnárs
„Liliom“. Mit der Glocke des Jahrmarktsausrufers singt Schwab „Komm auf die Schaukel, Luise“, die Combo bringt Choreffekte, die Zuhörer klatschen mit. Auf „Albers und die Frauen“ kommt Nickel zu sprechen. Das streift auch die Zeit von „Albers und den Nazis“, mit denen der Vollblutmann und Anarchist so gar nichts am Hut hatte. Von der Solidarität mit seiner jüdischen Freundin Hansi Burg wich er auch unter dem Druck des Regimes nicht ab. Albers war Burg auf seine Weise treu. „Beim erstenmal, da tuts noch weh“ singt Nickel und stellt damit endgültig ihre Diseusenqualität unter Beweis. Im Seemanns-Outfit steht Schwab dann auf der Bühne und erinnert an Albers‘ Nachkriegserfolge, singt „La Paloma“. Und dennoch ist eine leichte Unruhe im Publikum: „Da war doch noch was...“ Schlaue Dramaturgie, vielleicht dem Regisseur des Abends, Herbert Wolfgang, zu verdanken. Erst als Zugabe kommt der entscheidende Titel „Auf der Reeperbahn nachts um halb eins“, - da vibriert das Ortenberger Bürgerhaus. So sollte man vielleicht den Nachruf des Regisseurs Helmut Käutner an den Schluss des Abends stellen: „Hanne, horch mal Hanne, die Hansi sagt, Du hast Dich schlafen gelegt. ...Du und wir zusammen, wir brauchen gar nicht erst Abschied nehmen, denn Du bleibst ja bei uns, mein Junge...“? Von Elfriede Maresch
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„Blonder Hans“ begeistert Nidda und geht auf ReisenAufführung von Hans Schwab und Ronka Nickel im Lokschuppen bemerkenswerter ErfolgAm Ende der Aufführung im Niddaer Lokschuppen zündete das Publikum die eingangs ausgegebenen Wunderkerzen an und verlieh der allgemeinen Begeisterung mit dieser Lichterkette optisch Ausdruck. Auf der Bühne war Hans Albers alias Hans Schwab in seinem Element und intonierte zu guter Letzt „Auf der Reeperbahn nachts um halb eins“. Nicht nur da kam Stimmung auf, auch das Gehörte zuvor motivierte die knapp 300 Besucher zu anhaltendem Applaus. 24.01.2011 - NIDDA Von Michael Giers
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