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Das Melodram hatte seine Blütezeit im späten 19.
Jahrhundert mit seiner literarischen Vorlieben für Balladen und Epos. In
den sogenannten Konzertmeldoramen vereinte der Komponist die Rezitation
von Gedichten - meist von Balladen - mit der textausdeutenden und
vertiefenden Wirkung der Musik. Die Balladen wurden sozusagen wie
Lieder vertont, nur dass eben gesprochen, nicht gesungen wird. Diese Art
des Melodrams trug stark zur Popularisierung der Gattung bei, zumal sie
auch dem damaligen Verlangen des Publikums nach instrumentaler
Virtuosität gerecht wurde, was in Verbindung mit dem oft schaurigen
Inhalt der Balladen eine bis dahin noch nicht gekannte Wirkung beim Hörer
hervorrief. |